Einen Tag lang Steinzeit

Gut, das wäre sicher ein wenig übertrieben. Heute mussten wir unser Essen nicht selbst erlegen (wobei mir das fast lieber gewesen wäre, denn die Mittagsversorgung … nun ja), die Wärme kam bei 3 Grad Außentemperaturen aus der Zentralheizung (zumindest in den Räumen) und es lauerten auch keine Säbelzahntiger jenseits des Bächleins an der Froschmühle.

Unsere Team-Herausforderungen waren heute Bogenschießen und der Bau eines Autos aus Stämmen und Holzscheiben. Wenn Ihr Euch denkt, „Bogenschießen, wo ist da die Herausforderung?“, wir haben nur bei den ersten drei Durchgängen sehend geschossen. Danach mussten wir die Scheibe (wahlweise auch die Wildsau oder den heulenden Wolf – beide freilich aus Styropor) blind treffen. Eine(r) hat also geschossen, eine(r) hat Anweisungen gegeben, den Bogenschützen zu berühren und auszurichten war nämlich verboten.

Diese Aufgabe war absolut nach meinem Geschmack, denn Bogenschießen ist ein bisschen wie meditieren. Man ist sehr auf sich selbst fokusiert und wären es nicht gerade mal feuchkalte 3 Grad plus gewesen, hätte ich die Herausforderung noch mehr genossen. Später durften wir noch ein Auto aus Stämmen zusammenschnüren …

Ein wirkliches Kontrastprogramm nach dem Rundrum-Verwöhnprogramm in Mainz, kann ich Euch sagen.

Obwohl ich ziemlich platt bin, länger möchte ich Euch nicht mehr auf die Eindrücke von Center Stage warten lassen. Also, kommt mir mir in die Rheingoldhalle.

Dort wurden wir liebevoll empfangen und dank Christof, der mit Helga bei uns am Tisch saß, habe ich diesen schönen Kupferring samt Grußkärtchen auch mitnehmen können. Er hat mir seins geschenkt, denn auf meinem Platz war das Ensemble auf magische Weise verschwunden. „Danke, lieber Christof!“

Die Tische waren sehr geschmackvoll eingedeckt, im wahrsten Sinne des Wortes …

… und wenn ich bei diesem Anblick an das Kontrast-Schnitzel heute Mittag denke, „Herrje!“. Das Essen bei Center Stage war eine ganz andere Liga. Allein der Linsensalat (im Gläschen unter der Butterrolle) war ein Traum.

Aber natürlich kommt man nicht allein des Essens wegen, sondern vor allem, um sich nett zu unterhalten. Was für ein Glück, dass ich so nette Tischnachbar_innen hatte.

Neben Christof, der sich für mich ein Weilchen hinter der Tischdeko verbarg (bis wir mal drauf gekommen sind, den Pott zu drehen…), saßen meine Stempelmama Helga und meine Stempelschwester Christina mit ihrem Mann mit am Tisch. Ich weiß, das klingt alles bescheuert, aber Upline klingt genauso bescheuert und Teammitglied irgendwie auch zu technisch.

Im Grunde ist es auch nicht wichtig, wer bei einem solchen Abend aus welchem Team an einem Tisch sitzt, aber ich habe mich besonders gefreut, dass ich meine Zeit mit lieben Bekannten verbringen …

… und neue Menschen kennenlernen durfte.

Ihr seht, Christina und ich hatten Spaß und gemeinsam haben wir auch ein Selfie hinbekommen.

Mit Christina verbindet mich nicht nur die Abneigung gegen Make Up, sondern auch unser Humor. Mehr noch, diesmal haben wir sogar gemeinsam Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. Für unsere Teams haben wir da etwas ganz Bestimmtes im Blick.

Irgendwann war die Vorspeise verputzt …

… meine Faszination für die anwesenden Gebärdendolmetscherinnen jedoch, sollte den ganzen Abend andauern.

Stampin‘ Up! sorgt bei allen Veranstaltungen dafür, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen selbstverständlich aufgenommen werden und die Unterstützung erfahren, die sie ggf. benötigen. Ich schätze Stampin‘ Up! sehr für diesen Unternehmensgeist und habe das Gefühl, dass hier kein Wasser gepredigt und Wein gesoffen wird.

So durfte ich während der zwei Tage in Mainz lernen, wie man „Facebook“ in Gebärdensprache übersetzt, dass die Gebärdensprache keine international einheitliche ist und es sogar Dialekte gibt.

„Danke Stampin‘ Up! dafür, dass Inklusion bei Euch kein Lippenbekenntnis ist!“

Der Raum war nicht nur für uns wunderschön hergerichtet, sondern schon für Samstag vorbereitet. Wir konnten also den einen oder anderen Blick auf das Kommende erhaschen.

Und natürlich haben wir uns alle an die Anweisungen gehalten.

Nach gutem Essen, netten Gesprächen – besonders gefreut habe ich mich, dass Daniela mit am Tisch saß – stieg unsere Vorfreude auf den kommenden Tag. [Ich weiß genau, welche Stammkundinnen mich um diese Erfahrung beneiden werden, denn Danielas Papierschöpfungen sind nicht nur wunderschön, die ist auch ein sehr herzlicher und positiver Mensch.]

Die Zeit ging viel zu schnell vorbei aber auf mich wartete ja noch ein weiteres Highlight mit einer Gruppe befreundeter Demos aus unterschiedlichen Teams. Mit den Stempelmädels wurde der Abend noch recht lang.

Im Hotelzimmer, das ich mir mit Ines aus meinem Team teilte, wurde dann noch ausgiebig im neuen Frühjahrskatalog und der Sale-A-Bration Broschüre geblättert – Pyjama-Party für Bastelfreaks sozusagen.

Wir hatten am Check-In nämlich schon unsere Tasche samt vieler schöner Andenken und Materialien erhalten. Beim „Auschecken“ gab es an diesem Abend noch ein spezielles T-Shirt für uns und ein Paket besonderer Geschäftsmaterialien. Führungskräfte werden eben nach Strich und Faden verwöhnt, selbst wenn sie sich selbst gar nicht so definieren sollten:

„Nanu, schon das zweite Mal bei Center Stage dabei? Wie habe ich das nur angestellt?“

Und damit schließt sich der Kreis meines heutigen Berichtes. Wie ich den Pfeil heute mit verbundenen Augen in der Styroporsau versenkt habe, dafür habe ich nur eine Erklärung. Manchmal braucht man neben Beharrlichkeit, Mut und Willenstärke eine helfende Hand (besser Stimme, Ihr erinnert Euch) und das nötige Quentchen Glück.

„Danke, liebes Leben, dass Du mir all das zur richtigen Zeit schenkst. Helga als Unterstützung, mich wie ich bin, meine Kunden und mein Team, wie ich mir keine besseren wünschen könnte und das Glück, dass sich die Dinge im passenden Moment fügen.“

Danke Euch fürs Durchhalten bis hierher und nun genug der philosophischen Betrachtungen. Ich brauche nach diesem Tag nur noch eins – ein warmes Bett mit kuscheliger Decke und süßen Träumen voller Vorfreude auf den morgigen Tag. Vielleicht machen wir ja morgen Feuer…

Schlaft gut!

Eure

Dörthe

4 Kommentare für “Einen Tag lang Steinzeit

  1. Christina Simon
    14. November 2017 at 23:50

    Das war meine heutige Bettlektüre. Gute Nacht Dörthe.

    Schlummernde Grüße
    Christina Simon

    • Dörthe
      15. November 2017 at 07:56

      Ich wusste gar nicht, dass ich meine Leserinnen schläfrig mache.

  2. Christina Simon
    14. November 2017 at 23:52

    Gott bin ich eben erschrocken! Kurz vor Mitternacht? Dörthe du darfst die Uhr noch zurück stellen!
    So wo war ich stehen geblieben? Ach ja…schlummern….

    • Dörthe
      15. November 2017 at 07:58

      Huch, hab ich die Zeit so weit zurück gedreht? Oder vor Christina? Hin oder her. Danke dafür, dass Du mir Deine Zeit geschenkt hast.
      LG
      Dörthe

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