Von wilden Rosen und der Ehe

Heute geht es nicht um wilde Ehe. Das hätte zwar sprachlich perfekt zu meinem Blogtitel gepasst, aber wäre dem Anlass nicht gerecht geworden. Außerdem ist der Begriff nun wirklich von gestern, wenn Ihr mich fragt.

Für eine Hochzeitseinladung benötigte jemand aus meinem Bekanntenkreis eine Karte, die zum Farbmotto des Festes passen sollte, also in Lila. Dazu kam dann ein Stempelset von morgen. Schon war die Glückwunschkarte perfekt!

Blüten und Blätter aus „Wilde Rose“, Spruch aus „Doppelt gemoppelt“

Auftragsarbeiten – und seien es kleine wie diese – machen mir immer große Freude. Das schreibe ich wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Kein Wunder, denn es stimmt.

Wenn sich jemand mit der Bitte nach einer Karte an mich wendet, hat er/sie sich meist schon sehr genaue Gedanken gemacht. Meine Kunden möchten keine Karte von der Stange, sondern eine handgefertigte Karte zum Verschenken. Der Anlass ist immer klar, der Rest findet sich im gemeinsamen Gespräch sehr schnell.

So war neben dem Farbwunsch „Lila“ auch schnell besprochen, dass es floral und ein wenig romantisch sein darf.

Bei Auftragsarbeiten kann ich meine Schätze aus dem Schrank holen, die schon vor Kurzem oder Längerem aus unserem Sortiment gefallen sind und mich so richtig kreativ austoben.

Deshalb habe ich passend zu Karte gleich noch einen Geschenkanhänger gemacht, der eigentlich gar nicht bestellt war. Ich war so im Flow, dass er einfach als Zugabe von meinem Basteltisch gehüpft ist.

Ich bin gespannt, was meine Auftraggeberin sagen wird.

Das neue Stempelset „Wilde Rose“ ist ein so schönes Set. Lange müsst Ihr nicht mehr darauf warten. Der neue Kahreskatalog geht in drei Wochen an den Start.

Wo ist nur all die Zeit geblieben…

Apropos Zeit, davon haben wir gerade reichlich. Unsere beiden Jüngsten sind auf Klassenfahrt. Da bleibt mehr Zeit für uns Große. Auf unserem Plan für diese Woche steht Sushi-Essen mit unserem Ältesten, Bücher lesen, Tanzen natürlich und auch das Kreative wird nicht zu kurz kommen.

Wir werden es genießen, dass es mal weniger turbulent zugeht. Wobei, heute früh kam eine Stunde nach Abfahrt am Bahnhof schon der erste Anruf von den Lehrern unserer Tochter…

Man habe festgestellt, dass wir bei der Frage, ob unser Kind Kanu fahren darf, „Nein“ angekreuzt hätten. Eigentlich wolle man ja Schlauchboot und gar nicht Kanu fahren. Da wäre die Gefahr des Kippens ja viel geringer.

Eine kurze Diskussion über die Gefahr des Ertrinkens weiter (und den freundlichen Hinweis man möge doch „Schlauchboot“ und nicht „Kanu“ schreiben, wenn man Schlauchboot meine) war geklärt, dass unser Kind mit seinem Spezialstöpsel aufs Schlauchboot darf.

Mit einem Loch im Trommelfell besteht einfach akute Gefahr zu ertrinken und die Schule weiß, dass wir die OP noch ein wenig schieben müssen, bis unser Kind älter ist.

Während ich, den Hörer am Ohr, so in die kaltnasse Gegend mit nur knapp 12 Grad Außentemperatur blickte, stellt der anrufende Pädagoge abschließend fest: „Wahrscheinlich fahren wir bei dem Wetter sowieso nicht Schlauchboot. Ich wollte das nur klären.“

Aha, dann hatte ich den gelben Zettel vom letzten Schultag vor der Klassenfahrt am Freitag doch nicht falsch verstanden, auf dem man uns Eltern eindringlich bat, ausreichend warme Kleidung , eine Thermosflasche und einen Sportanzug zum Schlafen mitzugeben. Die Kinder zelten nämlich.

Was soll man dazu sagen. Ich nehme an, dass sollte nicht einfach nur geklärt werden und die Kinder werden nachts tatsächlich schlafen – am besten dick eingemummelt in ihren Schlafsäcken. Unsere Tochter jedenfalls ist bestens ausgerüstet, mit warmer Kleidung, einem Dauenschlafsack, guter Isoliermatte und einem Spezialstöpsel fürs Ohr – für alle Fälle und fürs Duschen. (Wobei ich mir nicht so sicher bin, dass diese Gefahr in den fünf Tagen wirklich heraufzieht…).

Ich wünsche Euch und allen Euren kleinen und großen Liebsten eine schöne Woche.

Eure

Dörthe

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