Sechs Stunden Bau und was danach kam

Es ist vollbracht und wir sind so glücklich. Eine Kleinigkeit brauchen wir noch, um ganz zufrieden zu sein, aber auch jetzt ist unser Projekt Outdoor-Küche schon richtig gut geworden.

Das Wetter war nicht gerade perfekt für unser Vorhaben, allerdings hat es gestern nicht geregnet und das war natürlich prima. Die Kehrseite der Medaille? Hitze!

Morgens ging es los. Für meinen Geschmack waren wir zwei Stunden zu spät dran, aber der Flauschsupport sollte am Samstag ausschlafen. Wir hatten uns bestens vorbereitet, Werkzeug bereitgelegt, Anleitungen studiert und Wasserflaschen gefüllt.

Unter dem Pavillon auf der Terrasse warteten zwölf Kisten darauf, in einen Kamado-Tisch mit Soft-Close Schubladen verwandelt zu werden.

Meine Schätzung war, dass wir etwa acht Stunden benötigen würden. Nach sechs waren wir mit dem Tisch fertig. Teamarbeit sage ich Dir!

Obwohl, in der ersten halben Stunden lief es noch nicht ganz so glatt. Der Flauschsupport kam mit meiner Aufräumwut nicht zurecht. Benutzes Werkzeug lege ich immer gleich wieder beiseite und stecke nicht benötigte Schrauben und Kleinteile zurück in die Tüte. Mein Mann legt die Sachen irgendwo ab und merkt sich den Ort. Als er dann zum dritten Mal ins Leere griff mussten wir uns verständigen, wie es weitergehen würde.

Schnell war ein Kompromiss gefunden und es ging voran. Der Rahmen war schnell gebaut, was bei der hochwertigen Verarbeitung kein Problem war. Im Gegenteil, es hat sogar Spaß gemacht.

Dann hieß es denn Rahmen auf den Kopf zu drehen, die Bodenplatten zu montieren und die Rollen anzubringen. Unser Tisch lässt sich nämlich rollen (was bei dem Gesamtgewicht mit Grill und allem drum und dran allerdings wenig Spaß macht).

Nach dem Rahmen kamen die Schubladen, die uns ein wenig mehr Hirnschmalz abverlangt haben. Die erste war aufgebaut und das gleich falsch. Also alles wieder auseinandernehmen und neu starten. Wenn man einmal weiß wie es geht, dann ist das Ganze wirklich einfach.

Mein Mann schwärmte von der Verarbeitung und den frost- und UV-beständigen HPL Platten. Sechs Farben stehen beim kamadospace zur Auswahl, darunter ein tolles Grau, ein warmes Gelb und zwei Holzdekore, aus denen wir uns das hellere Platin ausgesucht hatten. Dunkles Grau heizt sich einfach zu sehr auf, doch so oder so – Spoiler – werden wir noch einen Grillpavillon als Wetter- und Sonnenschutz anschaffen.

Während wir schraubten und schraubten, wuchs der Berg leerer Kartons.

Unglaublich, was da an Pappe zusammenkommt. Aber Du siehst es bereits: Kein Krümel Plastik, nicht mal beim Paketband. Allein dafür gibt es von mir schon fünf Sterne.

Nach sechs Stunden Aufbau war das Werk vollbracht. Wir verspeisten schnell ein belegtes Brötchen, ausnahmsweise sogar mit Wurst, während unsere Teenager das Auto mit der Pappe beluden. Dann auf zum Wertstoffhof und rein mit der Pappe in die Papierpresse. Da gingen sie dahin, die poteniellen Albencover … Man kann ja nicht alles zum Basteln aufgeben.

Doch die nächsten Kartons ließen nicht lange auf sich warten. Schließlich mussten wir den Keramikgrill noch aus seiner Verpackung befreien, einsetzen und zusammenbauen. Davon gibt es keine Fotos, aber das fertige Kunstwerk habe ich in der Abendsonne festgehalten.

Mit der Auswahl des Tisches habe ich mich echt schwer getan. Edelstahl ist nicht meins, aber dieses Tischmodell ist das Einzige mit ausreichend Stauraum. Was nützt mir eine luftige Holzoptik, wenn ich keinerlei Platz für Zubehörteile habe und diese – noch schlimmer – in offenen Ablagen dümpeln und die Optik versauen.

Dann doch lieber ein Edelstahlschrank, der wirklich was her macht und auch optisch tausend Mal besser aussieht, als man anhand der Fotos im Internet vermutet. Die Verarbeitung ist ein echter Traum.

Was steckt nun unter der Regenabdeckung?

Darf ich vorstellen? Unser Ei, genauer ein Big Green Egg.

Wir haben seit Monaten die Preise beobachtet und alles – Grill, Zubehör und Tisch – immer dann gekauft, wenn es irgendwo im Angebot war. So wurde das Vorhaben Außenküche zwar noch immer kein Schnäppchen aber gegenüber den Originalpreisen haben wir fast dreitausend Euro eingespart. Irre, was es da für Preisschwankungen gibt.

So eine Außenküche ist eine Investition für die nächsten dreißig plus Jahre. Da wollten wir zwar preisbewußt kaufen, aber keine Kompromisse machen.

Abends gab es zur Feier des Tages noch ein selbst gemachtes Vanilleeis mit selbst geernteten Johannisbeeren, dann sind wir alle zufrieden schlafen gegangen. Fürs Angrillen nehmen wir uns Zeit. Das Menü soll neben Fisch oder Geflügel auch viel Vegetarisches enthalten.

Vielleicht starten wir auch mit Brot oder Pizza. Letzteres hat nämlich den Ausschlag für diese Variante der Außenküche gegeben. Wir wollten einen Ofen für Alles und uns nicht zig Geräte in den Garten pflastern.

Bestimmt werde ich berichten, was die Flauschfamilie so draußen kocht. Vielleicht greife ich die Idee von Petra auf und mache ein kleines Video mit dem Titel „Stempelflausch goes Outdoor“. Was für ein netter Gedanke.

Jetzt müssen aber die Kartoffeln gekocht werden, ganz herkömmlich und ohne Egg. Wer Samstags baut, hat Sonntags noch Hunger.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

Deine

Dörthe

PS: Heute Abend ist Sammelbestelltermin, falls Du Versandkosten sparen möchtest.

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Ute Klemm
Ute Klemm
1 Monat zuvor

Wow, Dörthe. Das ist ja ein richtiges Schmuckstück.
Viel Spaß und Erfolg mit euer neuen Errungenschaft !
LG Ute

Dörthe
Dörthe
Antwort an  Ute Klemm
1 Monat zuvor

Jupp, ein Luxusteil mit 30 Jahren Garantie auf die Keramik. Ich werde berichten.
VLG
Dörthe