Meereswellen auf dem Basteltisch

Wenn ich die diesjährige Prämienreise nach Hawaii wegen dieser ganzen verzwickten Pandemiesituation nicht mitmachen kann, dann hole ich mir das Meer eben ganz einfach auf den Basteltisch.

Der Flauschsupport war zugegeben recht enttäuscht, dass wir nicht nach Hawaii reisen konnten, schließlich hat er mal eine Zeit lang dort gearbeitet, genauer im Mauna Kea Observatorium. Stell Dir vor, dafür musste er sogar einen Lungentest absolvieren, wie ihn sonst nur Piloten brauchen. Das Observatorium liegt nämlich auf über 4.000 Metern Höhe und die Beschäftigten müssen regelmäßig Sauerstoffkammern aufsuchen.

Was wir damals nicht wussten, der Mauna Kea gilt einigen Inselbwohnern als heiliger Berg. Die Observatorien sind daher umstritten. Dennoch, an Hawaii hat mein Mann sehr schöne Erinnerungen, umd schwärmt mir noch heute davon vor. So war er beispielsweise mit einem kleinen Tauchboot auf Erkundungsfahrt im Meer.

Ob er dort Seepferdchen beobachten konnte, das weiß ich nicht. Mich haben der Gedanke an Hawaii und der Anblick des neuen Designerpapieres „Tintenkunst“ jedenfalls zur heutigen Karte inspiriert.

Findest Du nicht, dass das Papier nach einem Sandstrand aussieht? Ich konnte die Wellen förmlich rauschen hören und habe mir das Meer ganz einfach mit Pergament und Stampin‘ Blends auf die Karte gezaubert.

Meine Wellen rollen zwar nicht ganz in die richtige Richtung, aber mir gefällt das handgemalte Detail auf meiner Karte trotzdem. Es könnte auch eine Mineralscheibe sein, wenn ich jetzt so hinschaue. Achat sieht zum Beispiel ganz ähnlich aus. Seit Menschengedenken gilt Achat als Schutzstein. Man sagte ihm sogar nach, er könne unsichtbar machen. Glaubt man den Steinkundigen, so fördert er die inneren Balance und Stabilität. Hildegard von Bingen sah in ihm ein Mittel gegen Spinnen- und Schlangengift. Offenbar ist er so etwas, wie ein Univeralheiler.

Gleiches sagt man die der Traditionellen Chinesischen Medizin dem Seepferchen zu. Was leider nicht bedeutet, dass die Heilung dadurch einsetzt, dass man sich am Anblick diese zarten Geschöpfe freut. Man soll sie, meist in Form von Pulvern, zu sich nehmen. Was habe ich da nur auf meiner Karte zusammengemischt…

Nun, vor allem Eines: Farben, die im Kontrast zueinander gut wirken. Jedenfalls gefallen sie mir in Kombination gut. Mein Seepferchen schimmt ja auch nicht auf dem Trockenen (schon gar nicht als Wundermittel aus dem Meer gefischt, wie jährlich 20 bis 30 Millionen dieser Tiere), sondern es symbolisiert das Meer in seiner sanften und verspielten Form.

Basteln trägt nicht zum Artensterben bei, jedenfalls hoffe ich das sehr, wenn es um die Gewinnung der einzelnen Rohstoffe geht. Das Dekoobjekt auf meinen Fotos ist übrigens – ganz in diesem Sinne – aus schnödem Gips.

Für Karten wie diese wird im Colorierkurs Ende Mai leider keine Zeit sein. Wir haben ja nur 90 Minuten gemeinsam. Aber ich werde Dir andere spannende Dinge rund ums Thema Colorieren verraten.

Übers Wochenende habe ich endlich auch meine Dankekarten fertig bekommen, mit denen ich mich für die zahlreichen Geburtstagsgeschenke bedanken möchte. Nun muss ich sie nur noch schreiben, eine nach der anderen. Glaub mir, ein kleines Stück Meer ist da schneller gemalt. 🙂

Aber ich freue mich auch auf diese Aufgabe. Schließlich würde ich ohne meine Kunden, mein Team und all meine lieben Freude vermutlich nicht an eine Prämienreise denken, über Hawaii berichten und Seepferdchen auf Meereswellen setzen.

Carpe diem. Die Welt ist auch zuhause schön.

Deine

Dörthe

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3 Monate zuvor

[…] an all meine Kolleginnen aus UK und Kanada für diese Anregungen. Meinen Swap hatte ich ja schon in diesem Beitrag […]