Zurück aus Alaska

Noch spielt meine innere Uhr vollkommen verrückt, doch es ist Zeit mich zurück zu melden. Da bin ich wieder, gesund und munter daheim nach einer unglaublich beeindruckenden Prämienreise durch einen Teil Alaskas. Obwohl wir nur an der Oberfläche gekratzt haben, was wir erleben durften, lässt uns staunend zurück und voller Sehnsucht eines Tages wiederzukommen.

Schwer zu sagen, was mich am meisten berührt hat. Wenn ich mich zwischen Gletschern, Seeadlern, majestätischen Bergen, dichten Wäldern, Schlittenhunden, den Bewohnern des Meeres und zauberhaften Städtchen entscheiden müsste, würde ich mich wohl für die Wale entscheiden.

Disclaimer: Ich bin dazu verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass der hier genannte herausragende Erfolg nicht repräsentativ für den typischen Stampin’ Up!-Demonstrator ist. Weniger als 1 % der Demonstratoren weltweit haben sich für diese Reise qualifiziert.

Einen Buckelwal in 5 Metern Entfernung tauchen zu sehen und atmen zu hören, ist unglaublich beeindruckend und unvergesslich. Ihn springen zu sehen, ist nicht weniger episch.

Alaska ist ein Ort, an den man immer wieder zurückkehren möchte. Von Jena sind wir rund drei Stunden mit dem Zug nach Frankfurt gefahren, dann ein Flug von zehneinhalb Stunden und eine Schifffahrt, die zwei Tage gedauert hat. Es braucht Zeit anzukommen, und kaum hatten wir uns an die langen hellen Tage gewöhnt und die Zeitumstellung verkraftet, da mussten wir auch schon zurück.

Auf meiner Wunschliste steht jetzt eine Expeditionsreise nach Alaska ganz weit oben. Am liebsten würde ich mit National Geografic reisen und die Innere Passage auf einem kleinen Schiff mit einer Reise in den Denali Nationalpark kombinieren. Wir hatten Michel Pflaum an Bord der Anthem of the Seas, der als Ranger u.a. im Denali Nationalpark gearbeitet und sehr spannenden Vorträge angeboten hat. Allerdings hatte wir so viele Exkursionen geplant, dass wir nicht alle seiner Vorträge hören konnten.

Wir hatten unfassbar gutes Wetter und nur einen einzigen Vormittag Regen, ausgerechnet, als wir den Dawes-Gletscher im Endicot Arm besucht haben.

Dieser rund 50 Kilometer lange Fjord ist voller atemberaubender Schönheit. Das Wasser schillert in den schönsten Farben. Weil Süß- und Meerwasser aufeinander treffen, gibt es mal grünlich schimmerndes Wasser, mal werden lehmige Sedimente aufgewirbelt, das Wasser kann eisgrau wirken oder bläulich, besonders an den Rändern großer Eisschollen.

Für rund 600 Dollar pro Person hätten wir vom Schiff aus, auf ein kleineres Boot steigen und nah an den Gletscher heranfahren können. Das Geld haben wir uns gespart. In Anbetracht des Regens, eine doppelt gute Entscheidung. Alsaka ist ein teures Reiseziel. Exkursionen beginnen knapp unter 100 USD p.P. und können leicht in die Tausende gehen, je nachdem, was man erleben möchte. Helikoperflüge, Wasserflugzeuge, private Touren mit einer handvoll Gästen, es gibt fast nichts, was es nicht gibt.

Eins lässt sich wohl feststellen: Je mehr Geld man hier investiert, desto eindrücklicher ist das Erlebte. Das ist keine Abzocke, sondern schlichte Logik und Notwendigkeit. In Alaska ist die Tourismus-Saison nur etwa 5-6 Monate lang. Die Menschen hängen davon ab, in dieser Zeit Geld zu erwirtschaften. Je exklusiver ein Ausflug sein soll, desto tiefer muss man in die Tasche greifen, wird aber durch atemberaubende Erlebnisse belohnt. Wer in Alaska wenig ausgeben möchte, ist am falschen Ort oder muss das Land auf eigene Faust erkunden. Doch selbst dann hat die abgelegene Lage ihren Preis.

Ein Duzend Eier z.B. kosten im Supermarkt 9 Dollar. Alles muss eingeflogen oder per Schiff geliefert werden. Das macht das Leben in Alaska teuer. In Seattle, dem Startpunkt unserer Schiffsreise, sah das noch anders aus. Hier waren die Supermarktpreise nicht ganz so hoch.

Auf dem Pike Place Market gab es Obst aus den unterschiedlichste Ländern der Welt, Blumen in Hülle und Fülle, frische Fische und allerlei Meeresgetier. Ca. 50 Dollar für das Kilo Krabbe, 60 Dollar für das Kilo frischen Wild King Lachs aus Alaska und Hummer für rund 100 Dollar. Alles keine Schnäppchen, besonders nicht ab dem Mittag, wenn die Touristen kommen.

Wir waren früh am Morgen am Pike Market, als die Preise noch etwas niedriger waren. Die Blumensträuße z.B. waren am Nachmittag alle 5 Dollar teurer als noch am Morgen.

Bevor wir von Seattle aus nach Alaska aufgebrochen sind, waren wir noch auf dem Mount Rainier, einem schneebedeckten, aktiven Vulkan, zu dem wir rund 80 Kilometer mit unserem Tour-Guide John gefahren sind. Mit 4392 Metern ist er der höchste Gipfel der Kaskadenkette und des Bundesstaats Washington. Bis zur Spitze sind wir natürlich nicht geklettert. Das hätte vom Besucherzentrum aus noch einmal gut zwei Tage gedauert, viel Fitness und gute Ausrüstung benötigt. Es liegt auf rund 1.600 Metern und wir haben uns damit begüngen müssen, rund 400 Höhenmeter zu laufen. Die Anthem of the Seas wäre sonst ohne uns nach Sitka gestartet und wir hätten den Tongas Nationalpark mit all seinen bunten Totempfählen nie gesehen.

Das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Ich stelle fest, dass ich noch ziemlich viel Watte im Kopf habe, meine Gedanken wandern und ich irgendwie noch zwischen Alaska und Jena hänge.

Es ist schade, dass die Reise so schnell vorüber war, aber auch schon wieder zuhause zu sein (jedenfalls rede ich mir das jeden Tag fleißig ein).

Falls Du gerade nicht in Urlaubs- sondern Bastelstimmung bist, ab heute gibt es drei Tage lang eine Versandaktion von Stampin‘ Up! Du zahlst keine keine Versandkosten ab einem Bestellwert von 75 Euro oder mehr.

Verträumte Grüße sendet Dir

Deine

Dörthe

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Petra
Petra
1 Stunde zuvor

Liebe Dörthe, willkommen zurück. Ich freue mich, dass ich dir ein bisschen dazu verholfen habe, dass du solche schönen Erlebnisse machen konntest.
In Alaska war ich zwar noch nicht, aber in Kanada und auch in Seattle und am Mt. Rainier. Ich kann so nachvollziehen, dass jetzt eine Expeditionsreise auf deiner Wunschliste steht. Ich hatte auch schon das Glück 2008 eine Reise zu Eisbären und Belugawalen zu gewinnen und 2009 habe ich sie dann in Kanada an der Hudson Bay im Nirgendwo live erleben können. 1999 war ich das erste Mal in Kanada überhaupt und das an der Westküste. Ich war auch in Victoria und nun haben mich deine Bilder wieder an diese schönen Reisen erinnert.
Nun bin ich schon gespannt, was du noch zu berichten hast. Vielleicht kann ich auch wieder zur nächsten Reise beitragen.

Liebe Grüße
Petra

Dörthe
Dörthe
Antwort an  Petra
9 Minuten zuvor

Wow Petra, wo Du überall schon gewesen bist. Das wusste ich ja noch gar nicht. Großartig! Eisbären und Belugawale? Krass. Ich würde sofort die Koffer packen. Mein Visum für Kanada ist noch 5 Jahre gültig.
Egal, wie groß oder klein Dein Beitrag ausfällt, ich freue mich, dass wir uns gefunden haben und ich für Dich da sein darf.
Deine Dörthe